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Die europäischen Netd@ys wurden 1997 zum ersten Mal durchgeführt mit
dem Ziel, eine europaweite Informationskampagne über die
Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologien und im Besonderen des
Internets im Schulbereich zu starten. In den Richtlinien der
Europäischen Kommission GD XXII vom April 1997 heißt es dazu:
"Die Förderung der europäischen Dimension in der Bildung
kann den Einsatz der neuen Informationstechnologie nicht mehr länger
außer Acht lassen. Jedoch erheben sich Fragen hinsichtlich der Mittel
zur Entwicklung der sich bietenden Möglichkeiten und der nötigen
Strategien, um den Zugang für alle zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit
muss der Situation der Schulen gewidmet werden, wo die zunehmende
Diskrepanz zwischen dem steigenden Gebrauch von neuen
Informationstechnologien durch die Gesamtbevölkerung und deren Mangel
in den Klassenzimmern spürbar zu werden beginnt."
Auf Basis dieser Richtlinien und im Rahmen des im Oktober 1996
angenommenen Aktionsplanes der Kommission "Lernen in der
Informationsgesellschaft" wurden die Netd@ys auf europäischer Ebene
organisiert.
Als Ziele wurden damals formuliert:
- Förderung der elektronischen Vernetzung von lokalen und nationalen Schulnetzwerken auf europäischer Ebene
- Anregung der Entwicklung und Verbreitung von Lerninhalten europäischen Interesses
- Förderung von Schulen und Betreuung von Lehrkräften und
AusbildnerInnen bei der Integration der neuen Technologien im
Unterricht
- Information einer bildungsinteressierten Öffentlichkeit über
die pädagogischen Möglichkeiten der audiovisuellen und multimedialen
Techniken.
Das Hauptziel der Netd@ys bestand daher zunächst darin, die
Kenntnisse über die Möglichkeiten der Nutzung der neuen Medien
(Multimedia, Videokonferenzen oder neue audiovisuelle Verfahren) als
Ressourcen für das Lehren und Lernen zu fördern und europaweit die
Akzeptanz der Bildungsverantwortlichen durch praktische Beispiele
bildungsrelevanter Einsatzmöglichkeiten zu steigern. Die
bildungspolitische Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den so
genannten neuen Informations- und Kommunikationstechniken im Unterricht
sollte durch Aktionen, Veranstaltungen und Projekte in den einzelnen
Mitgliederstaaten dargestellt werden, dies unter anderem mit dem Ziel,
die Öffentlichkeit darüber zu informieren und in einen Diskurs der
pädagogisch-didaktischen Auswirkungen der neuen Technologien auf das
Bildunswesen verstärkt einzubeziehen. Im Zentrum der europaweiten
Netd@ys Aktivitäten stand dabei seit Beginn der Initiative eine
Aktionswoche, in der die jeweilige länderspezifischen Veranstaltungen
und Projekte gebündelt und vernetzt auf den verschiedenen Ebenen
stattfanden.
Die Internet-Plattform der Netd@ys Europe wurde zu einem eurpäischen
Schaufenster unterschiedlicher bildungsbezogener Internetprojekte aus
dem gesamten europäischen Bildungsbereich und förderte so für die
einzelnen Projektverantwortlichen die Anerkennung über das eigene
Umfeld hinaus. Für zahlreiche regionale Initiativen bot sich damit die
Möglichkeit, in einem internationalen Kontext präsent zu sein.
Auf europäischer Ebene wurden die Netd@ys 2004 leider zum
letzten Mal durchgeführt. Mehr als 500 Projekte wurden in diesem Jahr
eingereicht. Mehr als eine halbe Million Menschen aus 30 Ländern haben
sich an der Realisierung von Projekten beteiligt!
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