Disconnected
Aus Netd@ys Austria 07|08
Inhaltsverzeichnis |
Projektbeschreibung
verloren in einer virtuellen Welt Ein Film von Schülern der FH-Salzburg Studiengang: Digitales Fernsehen (2. Semester)
Team
Raphael Mayrhofer maturierte 2004 im Christian-Doppler-Gymnasium, danach verpflichtete er sich für 12 Monate bei der Diakonie Salzburg um den Zivildienst zu absolvieren. Nach einem Jahr Kommunikationswissenschaftsstudium war der starke Drang nach einer praxisorientierten Ausbildung da. Deshalb entschloss sich Raphi die Fachhochschule Salzburg für Digitales Fernsehen zusätzlich zu besuchen. Im Kurzfilmprojekt "Disconnected" übernimmt er die Konzeption des Skripts, Regie, Lichtregie, Catering, den Schnitt und die Post-Produktion.
Katharina Pichler
hat im Juni 2002 an der Bildungsanstalt für Kleinkindpädagogik maturiert,
anschließend begonnen Theaterwissenschaften und Philosophie zu studieren. Kurz darauf
wurde das angerissene Studium auf die Pension verschoben, da der Drang nach mehr Praxisnähe,
die Bewerbung an der höheren graphischen Bundeslehr- und versuchsanstalt, Kolleg für Multimedia
zur Folge hatte. Schon während der Ausbildung arbeitete sie, an verschiedensten Kunstprojekten
und als freie Mitarbeiterin bei diversen Firmen im Bereich der Grafik und Audiovisuellermedien
Sie übernimmt bei unserem Filmprojekt die Kameraführung, das Schauspielercasting sowie die Postproduktion.
Jakub Sproski
hat seine Matura im Abendgymnasium Salzburg absolviert. Nach einem überaus
prägenden Zivildienst im Seniorenheim; studiert er nun „Digitales-Fernsehen“ auf einer der
renommiertesten Fachhochschulen Österreichs. Er ist beim Kurzfilmprojekt "Disconnected - Verloren in einer anderen Welt" für die
Equpimentbetreuung, Lichtregie sowie Audioaufnahmen zuständig.
Logo
Fotoalbum vom Dreh/Audioproben
Fotoalbum Fotos aller 3 Drehtage, so weit der Zeitdruck und die Überbeschäftigung jedes einzelnen zuließ, welche zu machen.
Audioproben:
1.) wadibinnedsoweit
2.) Szene7TakeThat
4.) Motivation_um_5_in_der_frueh
6.) DrehChaos_deluxe
7.) ok_ueberredet
8.) auf_irgendwas_scharfstellen
Biografie von Conny Eckstädt
biografie des protagonisten
schön, schön, langsam formiert sich rund um die geschichte auch ein gefühl, eine vergangenheit, fast schon ein realer mensch ...
die biografie dient allen projektbeteiligten sich in die situation hineinversetzen zu können. wer ist das, den wir da sehen? warum ist er da und warum handelt er genau so und nicht anders? wieso reagiert er auf bestimmte aussagen so wie er es tut? den 12 stunden, die wir filmisch festhalten werden ist ein ganzes leben vorangegangen, das diese person spezifisch geprägt hat. ist man sich dessen bewusst und gelingt es einem zusätzlich noch einen draht zu dieser fiktiven person aufzubauen, dann fallen bestimmte entscheidungen in der produktion ganz von selber, weil es dann eh klar ist, dass er so und nicht anders agiert ...
Cornelius wird am 17. August im Jahre 1985, als Sohn einer Sozialarbeiterin und eines Einzelhandelskaufmannes geboren. Er ist das erste und einzige Kind des Ehepaares und soll den väterlichen Betrieb eines Tages übernehmen. Seine Mutter will seit je her mindestens zwei Kinder, allerdings reicht dem Vater ein Sohn, da er somit das Erbe in guten Händen sieht. Weitere Kinder wären für ihn nur zusätzliche Belastung in seinem von Arbeit geprägten Leben. Cornelius ist ein ruhiges Kind. Hat keine Probleme Freunde zu finden, auch wenn er nicht zu den beliebtesten in seiner Klasse gehört. Er hat gute Noten und gerät so manches Mal in Konflikt mit Autoritätspersonen. Er ist in einem Handballverein und wird von seinen Eltern dabei tatkräftig unterstützt. Eines Morgens kommt sein Vater nicht nach Hause. Er erleidet einen Schlaganfall beim Autofahren und fährt in ein anderes Auto. Cornelius ist neun Jahre alt und zusammen mit seiner Mutter zieht er in eine andere Stadt. Sie verkaufen das Geschäft es Vaters. Cornelius hat Schwierigkeiten sich einzuleben und leidet am sprichwörtlich todschweigenden Verhalten seiner Mutter. Finanziell zerren sie an den Erlösen des Geschäftes. Er bestreitet den Schulalltag ausreichend gut ohne dabei wirkliche Freunde zu gewinnen und beginnt wieder mit dem Handballspielen. Seine Mutter kann ihm nur wenig Aufmerksamkeit schenken, da sie noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Sie ziehen noch einmal in eine andere Stadt. Cornelius ist 14 und hört mit dem Handballspielen auf. Schulisch gelingt es ihm wieder sich nach kurzer Zeit einzuleben, allerdings vereinsamt er immer mehr. Seine Mutter leidet an Depressionen, lässt sich aber dann helfen und findet nach 5 Jahren wieder zurück ins Arbeitsleben. Cornelius beginnt mit dem Computerspielen. Mit 18 macht er seine Matura mit gutem Erfolg, weiß aber nicht so recht, was er nach der Schule machen soll. Er beginnt ein Studium an der Wirtschaftsuniversität, bricht dieses aber während des dritten Semesters ab. Inzwischen hat er sich in der Onlinegamingcommunity einen Namen gemacht, auch deshalb, weil er einen großen Anteil seiner Zeit dafür investiert. Seine Mutter sieht es nicht gerne, wenn er spielt, hat aber immer noch ein schlechtes Gewissen wegen ihres Verhaltens in der Vergangenheit, weshalb sie es dennoch duldet. Das unstrukturierte Leben von Cornelius fördert sein Engagement bezüglich des Spielens was wiederum dazu führt, dass die Bemühung um Struktur irgendwann ganz aufhört. Seine Mutter verzweifelt zunehmend am Verhalten ihres Sohnes, weiß sich aber mit der Situation nicht zu helfen. Cornelius spricht nur noch das Notwendigste, vergisst immer öfter zu essen und irgendwann, bricht sein Kreislauf vollkommen zusammen. Nach einem wiederholten Mal sucht er, angetrieben von seiner Mutter, ärztliche Hilfe auf, die allerdings viel mehr eine psychische als physische Ursache diagnostizieren. Die Ärzte führen dies auf seine Kindheit zurück, geben ihm aber Zuversicht, medikamentös alles in den Griff zu bekommen. Er ist weiterhin in ärztlicher Behandlung und bekommt Unterstützung sein Leben wieder in geregelte Bahnen zu bringen. Er macht was man ihm sagt, allerdings fehlt ihm nach wie vor die Einsicht und immer öfter beginnt er sich den Anweisungen zu widersetzen ...
Konzept
Szene 1:
• Etablieren der Charaktere, der Situation • Verlässt mit Aufforderung das Zimmer • Abend • Flasche tropft auf den Schreibtisch
Szene 2:
• Kann widerstehen solange er weiß, dass er kontrolliert werden könnte • Kann nicht schlafen • Abend • Taschentuch saugt Flüssigkeit auf
Szene 3:
• Licht ist aus • Steht auf • Es wird hell • Feuchtes Taschentuch wellt Packung
Szene 4:
• Wird erwischt und vor Aussicht gestellt • Anspielungen auf die Vergangenheit • Tag • Der Monitor blinkt
Szene 5:
• Muss sich entscheiden • Kann keine Entscheidung treffen • Tag • Er schläft ein
Szene 6:
• Kann klar denken/ist immer noch Drogenrausch • Geht zum ersten Mal aus Raum hinaus - haut PC hinunter • Es wird dunkel • Der Monitor blinkt nicht mehr (?) Szene 7:
• Offene Balkontür und leerer Schreibtisch - Geht von selber raus • Verlassen gemeinsam die Wohnung • Abend • Kameraposition außerhalb des Zimmers
Elevator Pitch
Sein Tag beginnt um fünf vor zwölf Mitternacht, täglich reist Conny Eckstädt rund um den Globus und hat Einsätze in den entlegensten Winkeln der Welt. Er ist der jüngste Soldat seiner Einheit und keiner führt die Desert Eagle zu effizienteren Ergebnissen. Doch alles nur solange seine Mutter schläft.
Drehbuch
Intro Tag – Innen und Außen (Egoperspektive)
Nicht klar definierte Einstellung in den Raum, Fahrt zur Balkontür, kurze Verzögerung, dann aber hinaus auf den Balkon und gleich darauf über das Geländer hinab in die Tiefe
Titel - Disconnected
Szene 1 Nacht -Innen (Kameraposition nur innerhalb des Zimmers)
Verdunkelter Raum. Er liegt im Bett am Rücken, starrt nach oben in die Kamera. Durch den Türspalt dringt Licht. Man hört Geräusche aus der Küche (Tischabräumen und abwischen). Die Zimmertür öffnet sich und kurz darauf steht die Mutter halb verdeckt im Raum.
Mutter (sarkastisch aber freundlich) 5 vor 12 und du liegst im Bett. Ich bin beeindruckt. Gute Nacht Conny
Cornelius (emotionslos) Gute Nacht.
Cornelius ist hellwach. wartet, bis seine Mutter den Raum verlässt und der Lichtspalt unter der Tür verschwindet. Er setzt sich auf und kurz darauf steht er auf. Man merkt er sollte das nicht tun, da er sich sichtlich bemüht leise zu sein. Er schaltet den Computer ein und setzt sich. Er schaltet die Schreibtischlampe ein und wendet seine Aufmerksamkeit wieder dem Computer zu. Er gibt das Passwort ein, wartet einen Augenblick bis der Rechner hochgefahren ist und startet das Spiel. Er beginnt zu spielen und zeigt nach und nach mehr Emotionen, die dem Spielverlauf entsprechen. Er ist voll konzentriert und trotzdem misslingt ihm offensichtlich ein Spielzug. Er ärgert sich und wirft dabei einige Dinge, unter anderem eine Trinkflasche um. Flasche tropft. Es wird Tag.
Szene 2 Tag – Innen
Er sitzt nach wie vor am Rechner und spielt, sieht aber der langen Spieldauer entsprechend müde aus. Er hört den Wecker seiner Mutter aus dem Nebenzimmer. Er kennt das Geräusch und weiß was er tun muss. Offensichtlich gestresst fährt er den Rechner runter und dreht die Lampe ab, während er aus der Küche hört, wie Kaffee aufgestellt wird. Er weiß, dass er nur noch wenige Augenblicke Zeit hat, bevor seine Mutter im Raum stehen würde um ihn zu wecken, schafft es aber gerade noch rechtzeitig unter die Decke, bevor tatsächlich die Tür aufgeht. Seine Mutter sagt ihm dass er aufstehen und sich beeilen soll. Während sie spricht bemerkt sie die tropfende Trinkflasche. Sie geht zum Schreibtisch, stellt die Flasche auf und schaut etwas irritiert. Sie nimmt ein Taschentuch vom Tisch und legt es auf die sich inzwischen gebildete Lacke. Dieses saugt die Flüssigkeit auf. Gleich darauf greift sie zum Computer um zu fühlen, ob dieser warm ist. Cornelius richtet sich im Bett auf.
Mutter (vorwurfsvoll) Du hast gespielt. Es ist dir einfach vollkommen egal.
Cornelius (sich seiner schlechten Ausrede bewusst) Ich hab nicht schlafen können …
Mutter Na das ist ja auch kein Wunder. Wie denn auch. Deine Medikamente nimmst du ja nicht. Mir reichts, Ich hab dich gewarnt und jetzt kannst gehen.
Cornelius (auch vorwurfsvoll) Ach komm bitte, ich versuchs ja. Das geht nicht von einen Tag auf den anderen.
Mutter (gereizt) Bitte? Von einem Tag zum anderen? Hätte ich dir deinen Computer weggenommen, dann könntest du das sagen. Seit Monaten geht das jetzt schon so und ich hab dich mehr als einmal gewarnt. Mach was du willst, aber ich kann dich hier nicht mehr haben.
Cornelius Jetzt machst du’s dir mal wieder einfach. Sie haben gesagt es wird Rückschläge geben.
Mutter Rückschläge? Erzähl du mir doch nichts von Rückschlägen! Ich halts nicht mehr aus dich so sehen zu müssen. Wenn du nicht von selber gehst, lass ich dich abholen. Eine Unterschrift von mir und du bist für mindestens 2 Jahre weg vom Fenster.
Sie verlässt energisch den Raum
Wahrscheinlich hätt ich das schon viel früher tun sollen.
und hörbar bald darauf auch die Wohnung. Er ist nicht nur körperlich am Ende, steht aber trotzdem auf.
Szene 3
Tag – Innen
Er steht und schaut. Er weiß nicht, was er tun soll. Ist verzweifelt, aber relativ ruhig. Sicheren Schrittes geht er zur Kommode und zieht darunter eine Reisetasche hervor. Er schmeißt sie quer durch den Raum aufs Bett um dann verschiedene Kleidungsstücke aus verschiedenen Fächern der Kommode zu nehmen. Er trägt sie zum Bett und verliert dabei einen beachtlichen Anteil. Diesen sammelt er auf, nachdem er den Rest in die Tasche gestopft hat. Er nimmt sein Ladegerät vom Nachtkasten, seinen Mp3 Player vom Regal und geht wieder zurück zum Bett. Als auch das letzte Teil verstaut ist nimmt er die inzwischen geschlossene Tasche in die Hand und beginnt sich schnellen Blickes im Raum um zusehen, als würde ihm noch etwas fehlen. Irgendwann schaut er nur noch starr auf den Rechner. Er bewegt sich zum Rechner und setzt sich. Er schaltet den Rechner ein. Er macht Platz am Tisch, indem er Kram beiseite schiebt, wobei das vollgesogene Taschentuch auf einer Medikamentenpackung landet. Plötzlich ändert er, erbost über sich selber sein Vorhaben. Er nimmt eine Tablette ein und einen Schluck aus der Flasche. Er steht auf und geht zum Bett zurück, sucht sein Handy am Nachtkasten und findet es dann am Boden liegend. Stehend navigiert er sich durch als wüsste er genau wen er anrufen würde. Seine Daumenbewegungen werden dann aber langsamer. Er wechselt noch einige Male zwischen einigen Namen in seinem Telefonbuch. Ruft dann aber doch niemanden an. Er setzt sich aufs Bett und legt das Handy neben sich. Er fühlt sich sichtlich müde und alleine. (Subjektive) Er blickt abwechselnd zwischen Computer und Balkon hin und her. Schaut als würde er etwas planen (Subjektive Ende) legt sich dann aber einfach nur zurück. Medikamentenpackung saugt sich mit Flüssigkeit voll.
Szene 4
Tag – Innen
Irgendwann erwacht er wieder. Er schaut irritiert, ist sich dann aber schnell wieder im Bewusstsein seiner Situation. Für wenige Momente bleibt er noch sitzen und starrt in den Raum. Die Tasche liegt neben ihn, er schiebt sie von sich weg. Dann steht er auf, zieht sich eine Hose und ein frisches T-Shirt an, dass er aus der Kommode holt. Er dreht den Schreibtischsessel zu sich um. Er setzt sich und zieht die Socken an. Als er damit fertig ist sieht man nur seine Füße und hört ein kleines Ächzen (er hebt den Computer hoch). Er geht zur Balkontür und öffnet diese. Er schaut hinaus und genießt die frische Luft, die er einatmet. (Der Computer bleibt dem Rezipienten verborgen.) Er geht zur Balkontür hinaus und macht den Schritt ganz bewusst. Er atmet noch einmal tief ein und wirft dann den Rechner über das Geländer hinab in die Tiefe. (Kamera zum ersten Mal draußen aus dem Zimmer sobald PC gefallen ist - Eine Einstellung von der Seite und dann die Egoperspektive wie der Pc am Boden zerschellt)
Disposition
Freitag:
8:00 - 14:00 Besorgungen und Equipment abholen (Jakub + Katharina)
14:00 (Treffpunkt am Drehort, der von nun an für 60 Stunden nicht mehr verlassen wird)
14:00 - 20:00 Drehvorbereitungen, Ausstattung des Raumes, Aufbau der Requisiten
20:00 - 24:00 Szene 1 (mit Rainer Brunnauer/Hauptdarsteller)|(mit Barbara Mayrhofer/Mutter)
Samstag:
00:00 - 5:00 diverses Schnittmaterial und zocken von Conny (mit Rainer Brunnauer/Hauptdarsteller)
05:00 - 8:00 Zeitraffersequenz 1
08:00 - 13:00 schlafen
13:00 - 14:00 morgentlicher Dialog mit Mutter (mit Rainer Brunnauer/Hauptdarsteller)|(mit Barbara Mayrhofer/Mutter)
14:00 - 20:00 Szene 3 (mit Rainer Brunnauer/Hauptdarsteller)
20:00 - 23:00 Zeitraffersequenz 2
Sonntag:
Zeitumstellung!
11:00 - 14:00 Szene 4 (mit Rainer Brunnauer/Hauptdarsteller)
14:00 - 23:00 Egoperspektiven und auflösende Shots ohne Hauptdarsteller
23:00 - 00:00 separate Audioaufnahmen
00:00 - 02:00 Zeug zusammenpacken, Drehabschluss begießen


