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Jugendliche drehen ein Musikvideo! Job4You | April 22nd, 2008 In den Dornbirner Jugendwerkstätten (kurz: DJW) arbeiten Jugendliche verschiedenster kultureller Zugehörigkeit. Das Gemeinsame ist, dass sie alle von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen waren und nun gemeinsam versuchen, neue Perspektiven zu entwickeln.

Die jugendlichen MitarbeiterInnen der DJW hatten die Idee, sich mit dem Thema Jugendarbeitslosigkeit/soziale Benachteiligung/Perspektiven/Chancen auseinanderzusetzen und ein Video darüber zu gestalten.

Im September 2007 wurde die Umsetzung des Projekts gestartet. Begleitet von einem Filmemacher, Musiker und SozialarbeiterInnen von Fachleuten (Filmemacher, Musiker, SozialarbeiterInnen) wurde der Inhalt und das Drehbuch erarbeitet. Texte, Lieder, Tanzeinlagen und die schauspielerische Darstellung wurden in Workshops ausgearbeitet, trainiert und gefilmt.

Die Projektgruppe setzte sich aus inländischen Jugendlichen und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammen (z.B. aus der Türkei, den Ländern Ex-Jugoslawiens, Südamerika, Deutschland). In den Workshops wurde die eigene Lebensgeschichte reflektiert sowie die unterschiedlichen Voraussetzungen und Benachteiligungen von Jugendlichen mit fremder Herkunft behandelt. Gegenseitiges Verständnis und Einblick in andere Lebensrealitäten wurden ermöglicht und Gemeinsamkeiten herausgearbeitet.

Im Video werden die soziale Isolation und Benachteiligung Langzeitarbeitsloser sowie die Gefahr des Abrutschens in die Kriminialität aufgezeigt. Im Film stehen sich anfangs zwei Jugendgruppen mit unterschiedlicher Lebenssituation gegenüber - sie treffen in der Freizeit aufeinander. Nach anfänglicher aggressiver Auseinandersetzung finden sie Kontakt und versuchen, gemeinsam einen neuen Weg zu gehen. Die arbeitslosen Jugendlichen nehmen eine Arbeitsstelle in den DJW an und erleben wieder soziale Integration und Zugehörigkeit.


Verlauf

Die Projektumsetzung läuft wie geplant. Die Gruppe der Jugendlichen wird in der Vorbereitung und Umsetzung ihrer Ideen, wie vorgesehen, fachlich begleitet. Die Beteiligung weiterer Jugendlicher bei der Erarbeitung des Inhaltes und bei den Dreharbeiten ist sehr gut gelungen. Es sind laufend zwischen 12 und 17 Jugendliche beteiligt. Die Arbeitstreffen erfolgten einmal wöchentlich und dauerten je nach Arbeitsanforderung zwischen 4 und 7 Stunden.


Zusammenarbeit/Teamarbeit

Die Zusammenarbeit der Jugendlichen mit den Experten Andy Sillaber Videoproduktion und Martin Greil Musikist von großer gegenseitiger Wertschätzung und Respekt geprägt. Organisatorisch wurden sie von Christiana Beer und Florian Halbeisen unterstützt. Die weiteren Projektschritte wurden regelmäßig im Team besprochen.


TeilnehmerInnen/Veränderungen

Drei der ursprünglichen Team-Mitarbeiterinnen sind aufgrund geänderter Lebensumstände vorzeitig ausgeschiedenen. Sie wurden durch Atila Kiran, Simon Aichwalder und Selina Setz ersetzt. Zusätzlich wurde das Projektteam auch mit Florian Halbeisen (Sozialarbeit-Student der Fachhochschule Vorarlberg) ergänzt.

Persönliche Werkzeuge