Netdays Hintergrundinformationen

Aus Netd@ys Austria 07|08

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Netd@ys Austria

Die Netd@ys Austria werden von Salzburg Research in Zusammenarbeit mit dem bm:ukk durchgeführt und blicken auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück. Die Kombination aus Wettbewerb und Festival mit einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation der Siegerprojekte macht die Einzigartigkeit dieser Initiative aus. 10.000 teilnehmende Jugendliche und über 500 Projekte bestätigen das Konzept! Der Wettbewerb der Netd@ys Austria, der young creativity award, wird jedes Jahr zu einem bestimmten Thema ausgeschrieben und lädt junge Kreative zwischen 14 und 25 Jahren aus Österreich und den angrenzenden Ländern mit Web- und Videoprojekten zur Teilnahme ein. Die Projekte werden von einer Expertenjury bewertet und im Rahmen des Netd@ys Festivals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Initiate Netd@ys Austria möchte den kreativen Umgang mit Neuen Medien unterstützen und Know-how zu den neuesten Trends weitergeben. Der Wettbewerb bietet die Möglichkeit zur öffentlichkeitswirksamen Präsentation von (Schul-)Projekten und fördert mit Preisgeldern und kostenlosen Workshops deren Weiterentwicklung.

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Netd@ys Austria als Teil der Netd@ys Europe

Vorgeschichte

Ausgehend von einer privaten Initiative wurde das Netd@ys Konzept erstmalig am 9. März 1996 in Kalifornien präsentiert. Dabei hatten sich Partner aus den Bereichen Bildung und Wirtschaft gefunden, um die Vernetzung der Schulen via Internet zu propagieren. Dieser erste Versuch war derart erfolgreich, dass eine nationale Initiative mit Unterstützung des damaligen Vizepräsidenten Al Gore gestartet wurde. Im Rahmen dieser Aktion wurden tausende Schulen an das Internet angeschlossen, ein Erfolg, der durch das Engagement verschiedener Institutionen auf regionaler und lokaler Ebene ermöglicht wurde. Der Schwerpunkt der Netd@ys in den USA lag in der technischen Vernetzung der Schulen und Bildungsinstitutionen, ein Ziel mit dem die amerikanische Netd@ys Aktion erfolgreich abschließen konnte: 50 Prozent der US-Schulen waren nach dieser Initiative an das Internet angeschlossen.

Netd@ys Europe 1997 - 2004

Die europäischen Netd@ys wurden 1997 zum ersten Mal durchgeführt mit dem Ziel, eine europaweite Informationskampagne über die Einsatzmöglichkeiten der neuen Technologien und im Besonderen des Internets im Schulbereich zu starten. In den Richtlinien der Europäischen Kommission GD XXII vom April 1997 heißt es dazu:

"Die Förderung der europäischen Dimension in der Bildung kann den Einsatz der neuen Informationstechnologie nicht mehr länger außer Acht lassen. Jedoch erheben sich Fragen hinsichtlich der Mittel zur Entwicklung der sich bietenden Möglichkeiten und der nötigen Strategien, um den Zugang für alle zu erhöhen. Besondere Aufmerksamkeit muss der Situation der Schulen gewidmet werden, wo die zunehmende Diskrepanz zwischen dem steigenden Gebrauch von neuen Informationstechnologien durch die Gesamtbevölkerung und deren Mangel in den Klassenzimmern spürbar zu werden beginnt."

Auf Basis dieser Richtlinien und im Rahmen des im Oktober 1996 angenommenen Aktionsplanes der Kommission "Lernen in der Informationsgesellschaft" wurden die Netd@ys auf europäischer Ebene organisiert. Als Ziele wurden damals formuliert:

  • Förderung der elektronischen Vernetzung von lokalen und nationalen Schulnetzwerken auf europäischer Ebene
  • Anregung der Entwicklung und Verbreitung von Lerninhalten europäischen Interesses
  • Förderung von Schulen und Betreuung von Lehrkräften und AusbildnerInnen bei der Integration der neuen Technologien im Unterricht
  • Information einer bildungsinteressierten Öffentlichkeit über die pädagogischen Möglichkeiten der audiovisuellen und multimedialen Techniken.

Das Hauptziel der Netd@ys bestand daher zunächst darin, die Kenntnisse über die Möglichkeiten der Nutzung der neuen Medien (Multimedia, Videokonferenzen oder neue audiovisuelle Verfahren) als Ressourcen für das Lehren und Lernen zu fördern und europaweit die Akzeptanz der Bildungsverantwortlichen durch praktische Beispiele bildungsrelevanter Einsatzmöglichkeiten zu steigern. Die bildungspolitische Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit den so genannten neuen Informations- und Kommunikationstechniken im Unterricht sollte durch Aktionen, Veranstaltungen und Projekte in den einzelnen Mitgliederstaaten dargestellt werden, dies unter anderem mit dem Ziel, die Öffentlichkeit darüber zu informieren und in einen Diskurs der pädagogisch-didaktischen Auswirkungen der neuen Technologien auf das Bildunswesen verstärkt einzubeziehen. Im Zentrum der europaweiten Netd@ys Aktivitäten stand dabei seit Beginn der Initiative eine Aktionswoche, in der die jeweilige länderspezifischen Veranstaltungen und Projekte gebündelt und vernetzt auf den verschiedenen Ebenen stattfanden. Die Internet-Plattform der Netd@ys Europe wurde zu einem eurpäischen Schaufenster unterschiedlicher bildungsbezogener Internetprojekte aus dem gesamten europäischen Bildungsbereich und förderte so für die einzelnen Projektverantwortlichen die Anerkennung über das eigene Umfeld hinaus. Für zahlreiche regionale Initiativen bot sich damit die Möglichkeit, in einem internationalen Kontext präsent zu sein.

Auf europäischer Ebene wurden die Netd@ys 2004 leider zum letzten Mal durchgeführt. Mehr als 500 Projekte wurden in diesem Jahr eingereicht. Mehr als eine halbe Million Menschen aus 30 Ländern haben sich an der Realisierung von Projekten beteiligt!

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